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Der Gemeindebrief für Dezember 2005 und Januar 2006
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Freud und Leid
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Andacht
  Gott spricht: Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung. Monatsspruch Dezember: Maleachi 3,20

Liebe Leserin, Lieber Leser, Was ist Gerechtigkeit? fragt Wolfgang Ullmann, Theologe und Bürgerrechtler, in einer seiner letzten Arbeiten. Und er fährt fort: „...Das ist eine von den Fragen, auf welche die Philosophen aller Zeiten antworteten, aber keine Antwort gegeben haben. Das liegt vielleicht auch an ihnen, den Philosophen. Zuallererst aber liegt es an der Gerechtigkeit. Es ist wirklich schwer, mit der Gerechtigkeit klarzukommen. Ist es nicht nachvollziehbar, dass wir lieber die weitesten und krümmsten Auswege und Ausreden suchen, nur um dieser über uns mit ihrer ganzen Offenkundigkeit hereinbrechenden Gerechtigkeit nicht zu begegnen?... Denn so steht es um die Gerechtigkeit: Auf die Frage nach ihr gibt es keine theoretische, sondern nur eine praktische Antwort. Eine jüdische Legende hat den Unterschied in überwältigender Präzision ausgesprochen. Beim Einbruch der Nacht kommt ein Flüchtling zum Rabbi gestürzt. Außer Atem fällt er vor ihm auf die Knie: , Rette mich! Der Feind vor den Mauern der Stadt sucht mich, weil er mir nach dem Leben trachtet! , Der Flüchtling hat nicht übertrieben. Denn kurz nach seiner Ankunft stehen schon die Vertreter der Stadt mit ernsten Mienen vor dem Rabbi: , Du musst ihn ausliefern. Tust du es nicht, machen sie ernst mit ihrer Drohung, unsere ganze Stadt zu vernichten. , Der Rabbi fordert Bedenkzeit und bekommt sie. Mit fliegenden Händen und flatterndem Herzen wälzt er die Bücher, die Thora, die Propheten, die Mischna, Kommentare aus allen Jahrhunderten, bis er endlich den rettenden Satz gefunden hat: , Wenn die ganze Stadt bedroht ist, darf der Flüchtling ausgeliefert werden. , Als der Morgen graut, weckt er den Flüchtling, der - dem Rabbi trauend- schließlich doch eingeschlafen war. Er sieht das Gesicht des Rabbi. Der braucht nichts mehr zu sagen. Denn der Flüchtling hat verstanden und macht sich auf den Weg in seinen schrecklichen Tod. Aber dieser Tod ist nicht das Ende der Geschichte. Am nächsten Abend sitzt der Rabbi, der keine Ruhe finden kann, wieder über seinen Büchern und sucht zu dem einen verhängnisvollen Satz weitere Rechtfertigungen dessen, was er getan hat. Da - es ist schon finster - springt die Tür auf und in ihr steht die Riesengestalt des Propheten Elia, der mit dem Finger auf das leere Ruhebett zeigt: , Wo ist der Flüchtling?, Jetzt ist es der Rabbi, der auf die Knie fällt: , Aber ich habe doch alles getan, was ich konnte! Ich habe die Thora, die Propheten, unsere großen Lehrer befragt. Sie haben meine Entscheidung gutgeheißen! , Da antwortet Elia: , Du Narr mit deinen Büchern! Die Antwort die du suchst, steht ganz woanders. Die Thora der Frommen solltest du gelesen haben. Sie steht in deinem Herzen geschrieben! ,

Muss diese alte Legende in unsere Zeit übersetzt werden? Auch wenn es in unserm Falle um Tausende oder gar Millionen von Flüchtlingen geht, die Sachlage ist immer die gleiche. Die Flüchtlinge werden für unerwünscht erklärt und in ein unsicheres Schicksal abgeschoben, weil wir Angst um den Wohlstand unserer Städte haben.

Ist die Thora der Herzen für uns etwa weniger leserlich als für jenen Rabbi der Legende? Lesen wir nicht ganz deutlich, was da, an unsere Adressen gerichtet, geschrieben steht: Wo sind die Flüchtlinge, die ihr abgeschoben habt? Wo sind die Kinder, die ihr von ihren Eltern getrennt habt? Wo sind die Armen, die Bettler, die ihr von den Stufen des Kölner Doms, von denen der Hedwigskathedrale vertrieben habt?

Die Thora des Herzens, das ist unser Gewissen, das uns wahrnehmen lässt, wo mitten in Gewalt und Unrecht ein Recht ist, das vorher noch niemand entdeckt hat. Denn genau das ist Gerechtigkeit: ein vor der guten Tat unbekanntes Recht, das in dieser Tat erst entdeckt, ja geschaffen wird...“
Es grüßt Sie herzlich Ihre Annette Schwer.


Nachruf
  Am Mittwoch, den 9. November 2005, ist unser langjähriges Gemeindemitglied, Frau Susanne Lemke, verstorben. Ein persönlich gezeichneter Nachruf darf vielleicht damit beginnen, wie sehr sie uns fehlt. Als Gesprächspartnerin, mit der wir zahlreiche Diskussionen ausfochten. Immer wieder beeindruckten uns dabei ihre große Belesenheit und ihr weit gespanntes Interesse für alle kulturellen Fragen ebenso wie ihre Fähigkeit, nach einer kontroversen Debatte wieder in gutem Einvernehmen zusammenzuarbeiten. Sie fehlt uns als eine Vertreterin jener älteren Generation, die unmittelbar mit den Folgen der neueren deutschen Geschichte konfrontiert war und unter ihnen zu leiden hatte. Für Frau Lemke gehörte es daher zu den Selbstverständlichkeiten, sich – vor allem auch in ihrer kirchlichen Arbeit – für die Stärkung des Friedensgedankens wo nur immer möglich einzusetzen. Ihre Erfahrungen als Christin in der DDR bestärkten sie darin, gerade auch von jüngeren Gemeindemitgliedern ein offenes Bekenntnis zur Kirche – und sei es durch regelmäßigen Gottesdienstbesuch - zu erwarten. Dabei stand sie der "Amtskirche" keineswegs unkritisch gegenüber und war stets offen für neue Formen der Verkündigung. Frau Lemke fehlt uns als ein optimistischer Mensch, für den Christentum in erster Linie praktisches Engagement bedeutete. Hier wird die Lücke, die sie hinterlässt, für uns ganz persönlich, für unsere Gemeinde und den "Verein Kirche und Kultur für Oberschöneweide" besonders fühlbar. Frau Lemke hat als Vorsitzende des GKR lange Jahre mit Mut und Entschlossenheit für und mit der Gemeinde, ihren Pfarrerinnen und Pfarrern gestritten. Sie verstand es, vieles in Bewegung zu setzen und Menschen durch ihre eigene Begeisterungsfähigkeit zu motivieren. Die
Liste der Ehrenämter, die sie ausgeübt hat, ist lang. Auch hier zeigte sich ihre Vielseitigkeit und ihre Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Formen – manchmal auch Zwängen – kirchlicher Arbeit: Sie war unter anderem als Lektorin tätig, lange Zeit Mitglied der "Gespräche über den Glauben", aktiv im Gesprächskreis, Singekreis, Flötenkreis, bei der "Nacht der Offenen Kirche" und Mitinitiatorin von "Laib und Seele" in unserer Gemeinde. Schließlich verliert der "Verein Kirche und Kultur für Oberschöneweide" mit ihr seine stellvertretende Vorsitzende, auf deren Unterstützung er nur sehr schwer verzichten kann. Wir sind sehr betrübt darüber, dass wir nun ohne Frau Lemke weitergehen müssen. Ihr Tatendrang und ihre zahlreichen Pläne machen ihren unerwarteten Verlust umso fühlbarer. Ihrer Familie und ihren nahen Angehörigen wünschen wir von Herzen die Kraft, diese schwere Trauerzeit gemeinsam zu durchschreiten. Nicht unerwähnt bleiben soll die Hoffnung, die wir so gern mit Frau Lemke geteilt haben - die Zuversicht auf die Geborgenheit in Gottes Hand.
Dr. Bettina und Rainer Noak


Gottesdienste im Oktober und November 2005
 
04. Dezember 05
2. Advent
Predigtgottesdienst
mit Abendmahl
10:00 Kirche Pf. Alze
11. Dezember 05
3. Advent
Predigtgottesdienst
mit anschl. Gemeindeversammlung
10:00 Kirche Pfn. Schwer
18. Dezember 05
4. Advent
Familiengottesdienst
mit Krippenspiel
10:00 Kirche Seeger /
Fehlandt
21. Dezember 05
Weihnachtsgottesdienst
Diakon. Werkstätten
13:30 Kirche Team /
Pfn. Schwer
24. Dezember 05
Heiliger Abend
Christvesper
mit Krippenspiel
15:00 Kirche Pfn. Schwer/
Konfirmand.
24. Dezember 05
Heiliger Abend
Christvesper
mit Chormusik
17:00 Kirche Pf. Alze
24. Dezember 05
Heiliger Abend
Gospelnacht
22:30 Kirche M. Gabriel /
Jugendchor
25. Dezember 05
1. Christtag
Predigtgottesdienst
mit Chormusik
11:00 Kirche
Johannis-thal
Pf. Kees
26. Dezember 05
2. Christtag
Predigtgottesdienst mit Bläsermusik 10:00 Kirche Pfn. Schwer
31. Dezember 05
Silvester
Jahresschlußandacht 17:00 Kirche Pfn. Schwer
01. Januar 06
Neujahr
Predigtgottesdienst 10:00 Kirche Krause
08. Januar 06
1. Sonntag nach
Epiphanias
Predigtgottesdienst
mit Abendmahl und
Kindergottesdienst
10:00 Kirche Pfn. Schwer
15. Januar 06
2. Sonntag nach
Epiphanias
Predigtgottesdienst 10:00 Kirche Pf. Adomat
22. Januar 06
3. Sonntag nach
Epiphanias
Ökumenischer
Gottesdienst
10:00 Kirche  
29. Januar 06
4. Sonntag nach
Epiphanias
Predigtgottesdienst
mit Kirchenkaffee
10:00 Kirche Pf. Alze

Die Kindergottesdienste mit den Kindern der Kita finden am 08. Dezember und
am 10. Januar um 09:30 Uhr in unserer Kirche statt. Eltern und Kinder aus der
Gemeinde oder aus der Nachbarschaft sind herzlich eingeladen.


Regelmäßige Termine
  Konfirmandenunterricht
dienstags, 16.30 Uhr

Christenlehre
montags, 13.00 Uhr (Vorschulgruppe)
montags, 15.00 Uhr 4.-6. Klasse
montags, 16.15 Uhr 1.-3. Klasse

Krabbelgruppe
montags, 09.30 - 11.00 Uhr

Singekreis
14-tägig mittwochs 10:00 in der Kirche
(1. Termin im Dezember: 14.12.2005)

Gesprächskreis:
12.12.2005 20:00 Uhr - Adventsabend
13.01.2005 20:00 Uhr - Thema wird noch bekannt gegeben

Ehepaar - Mütterkreis:
12.12.2005, 19:00 Uhr - Adventsabend
17.01.2005, 19:00 Uhr - Jahreslosung 2006, Pfarrer Alze

Senioren:
20.12.2005 09:30 Uhr - Weihnachtsfeier mit Programm der Kita-Kinder
10.01.2006 15:00 Uhr - Bibelstunde mit Pfarrerin Nitschke
17.01.2006 15:00 Uhr - Gebetswoche zur Einheit der Christen
24.01.2006 15:00 Uhr - Geburtstagskaffee mit Pfarrerin Schwer

Besuchsdienstkreis:
24.01.2006 14:00 Uhr - Kirche

Lösungen vom Rätsel:
Waagerecht: 1. Waage; 4. Spiegel; 5. Runen; 6. Kirche; 8. UN; 9. Nur; 11. Heft; 12. Stern; 13. Banane; 15. Mond; Senkrecht: 1. Weihnachtsmann; 2. Augen; 3. Eule; 4. Sardine; 6. Kuh; 7. Engel; 10. Ring; 14. Arm



Besondere aus unserer Kirchengemeinde
  Adventsausflug mit Lichterfahrt am 5. Dezember:
Wir fahren nach Mittenwalde im Kirchenkreis Zossen, besichtigen die gotische Kirche St. Moritz, trinken im Gasthof des Ortes Kaffee und fahren durch das vorweihnachtlich beleuchtete Berlin zurück. Der Preis für Busfahrt und Kaffeegedeck beträgt € 21,50. Wir starten um 13:00 Uhr vor dem Gemeindehaus, holen dann die Johannisthaler Mitreisenden ab und sind gegen 18:30 Uhr wieder in Berlin. Bitte melden Sie sich bald im Gemeindebüro. Es gibt noch einige Karten.

Gemeindeversammlung am 3. Advent:
Nach einem kurzen Gottesdienst am 3. Advent wollen wir eine Gemeindeversammlung halten. Es soll um die Liturgie in unseren Gottesdiensten, um die finanzielle Situation der Gemeinde und um neue Pläne für die Vermietung des Gemeindehauses gehen. Und natürlich gibt es die Möglichkeit, den Gemeindekirchenrat zu befragen.

Gebetswoche zur Einheit der Christen im Januar 2006:
Wie üblich halten wir die Gebetswoche ökumenisch. Die Nachmittagsveranstaltung findet am Dienstag, den 17. Januar um 15:00 Uhr in der Christuskirche statt, der 1. Gemeindeabend dann am Mittwoch, den 18. Januar, 19:00 Uhr in St. Antonius, der 2. Abend am 19. Januar in der ev.- methodistischen Gemeinde, Helmholtzstraße, ebenfalls um 19:00 Uhr. Am Sonntag, den 22.01.2006 laden wir um 10:00 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst in unsere Kirche ein.

Liebe Kinder, wenn Ihr zwischen 6 und 10 Jahren alst seid und gerne singt, laden wir Euch ganz herzlich ein, bei einem besonderen Familiengottesdienst mitzuwirken. Er findet am Sonntag, dem 5. März 2006, 11:00 Uhr in der Kirche in Johannisthal statt. Wir haben uns dafür eine interessante Geschichte aus der Bibel ausgesucht, die Geschichte von Ruth. Und will Ihr da ja richtig mitmachen sollt, müssen wir das auch vorbereiten. Dazu laden wir zu unseren Kinderchorproben ab Januar ein (Termin bei H. Fehlandt oder Fr. Seeger erfragen!). Gemeinsam mit den Kindern aus Baumschulenweg, Johannisthal und Treptow wollen wir am Tag vor dem Familiengottesdienst, also am Samstag, den 04.März 2006, einen fröhlichen Kindertag feiern, wo wir auch alles, was wir schon geübt haben miteinander probieren und noch ganz viel Schönes mehr machen wollen, laßt Euch überraschen! Wir freuen uns, wenn viele Kinder mitmachen, also überredet Eure Eltern, damit Ihr dabei sein könnt!


Verein - Kirche und Kultur für Oberschöneweide e.V. informiert:
  Kirche und Kultur für Oberschöneweide e.V.
informiert:

Die nächste Vereinssitzung findet am
Montag, 12.12.2005 um 20:00 Uhr im Kirchencafé statt.

Auch Nicht-Vereinsmitglieder sind herzlich willkommen!

Liebe Vereinsmitglieder,
nach dem Lichtermarkt haben wir in den letzten Jahren auf eine Vereinssitzung verzichtet. Zusammen mit dem Gesprächskreis wollen wir in diesem Jahr am 12.12.2005 eine Adventsfeier durchführen, bei der wir auch das Vereinsjahr und den Lichtermarkt etwas Revue passieren lassen wollen. Im Januar 2006 verzichten wir ebenfalls auf die Vereinssitzung, da wir im Vorstand die Jahreshauptversammlung vorbereiten werden, die am 7. Februar 2006 stattfindet. Zu dieser Sitzung sind schon jetzt alle Vereinsmitglieder und Gäste herzlich eingeladen.


Jahreslosung 2006
 




Freud und Leid
  Runde und halbrunde Geburtstage ab 70 Jahren im Oktober und November 2005:

Günter Lück 85 Jahre 07.12.1920
Gottfried Marx 75 Jahre 07.12.1930
Werner Lehnigk 80 Jahre 14.12.1925
Charlotte Klingenstein 100 Jahre 15.12.1905
Ernst Bauer 80 Jahre 22.12.1925
Arnold Büller 70 Jahre 22:12:1935
Ursula Stoyke 75 Jahre 07.01.1931
Arnold Weissenburg 80 Jahre 20.01.1926
Gerhard Haller 70 Jahre 20.01.1936
Theresia Machmüller 90 Jahre 22.01.1916
Jürgen Frick 70 Jahre 24.01 1936
Erich Mielke 75 Jahre 25.01.1931
Frieda Demidova 70 Jahre 28.01.1936

Wir wünschen allen Geburtstagskindern der Monate Dezember und Januar alles Gute und Gottes Segen, und laden Sie recht herzlich am 24.01.2006 um 15:00 Uhr zum Geburtstagskaffee in die Kirche ein.

Aus unserer Gemeinde starben im

91. Lebensjahr Frau Elisabeth Rauser, zuletzt wohnhaft in der
Mathildenstraße in Berlin.

64. Lebensjahr Frau Susanne Lemke, zuletzt wohnhaft in der
Kottmeierstraße in Berlin.



Vorstellung
  Arbeit der evangelischen Seelsorge bei der Bundespolizei
Polizei in der Kirche In der Schnellerstraße, neben dem BAHR-Baumarkt, liegt das Amt Berlin der Bundespolizei. Mitte Dezember zieht das Bundespolizeipräsidium Ost ebenfalls dort hin, eine Mittelbehörde, die zuständig ist für Berlin, Brandenburg und Sachsen. Die Bundespolizei (vormals Bundesgrenzschutz) ist verantwortlich für die Sicherheit der Grenzen, der Flughäfen, der Bahnhöfe und Bahnanlagen, für den Schutz von Staats- und Verfassungsorganen. Im Auftrag und Namen der Kirche gibt es bei der Bundespolizei Polizeiseelsorge. Dieser Dienst der Kirche erfolgt gegenüber der Polizeiorganisation in kritischer Solidarität, gegenüber den einzelnen Menschen mit evangelisch - bejahender Zuwendung. In der Bundespolizei gibt es für die Seelsorge drei Arbeitsschwerpunkte:
- In der „Berufsethik“ geht es um die Vergewisserung ethischer Werte und um die Anleitung zum gewissenhaften Handeln. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Angeboten der Erwachsenenbildung.
- „Glaube“ umschließt Ermutigungen zum christlichen Leben und die Bezeugung der Gegenwart Gottes. Hierzu gehören Gottesdienste und Andachten, Amtshandlungen, kirchliche Tagungen zu Glaubensfragen, Familienrüstzeiten.
- „Seelsorge“ im engeren Sinn beinhaltet das Zuhören, Beraten, Begleiten, Trösten, Sich-Kümmern bei Polizeieinsätzen, in Grenzsituationen und Notfällen, bei der seelischen Verarbeitung belastender Ereignisse. Seelsorge braucht Kirche als konkrete Gemeinschaft von Gläubigen und als konkreten Ort:
- Als Gemeinde, um die Bodenhaftung in der Wirklichkeit unserer Kirche zu behalten, um in Gottesdienst und Gebet mitbedacht zu werden.
- Als Ort, mit dem Polizisten in der Stadt kritische Offenheit verbinden, wo Gottesdienste, Andachten und Konzerte der Seelsorge stattfinden dürfen, wo Gespräche möglich sind. Um Kirche in diesem doppelten Sinn bitte ich Sie, die Gemeinde der Christuskirche. W. Otto Jörg Adomat (Polizeipfarrer)


Chronik
  Folge 63:: Einige Streiflichter zum früheren krichlichen Leben im Laubengebiet (Nachtrag)

Aus einem Brief von der Diakonisse Liesbeth Scholz aus dem Mutterhaus
Hermannswerder, die 23 Jahre die „Diakoniestation“ im Fuldaweg betreute,
vom 6.9.1978:
- Wir hatten vor Jahren noch ca. 1000 Kleingärtner mit ca. 200-250 Dauerbewohnern.
- Vor dem Krieg hissten die „Laubenpieper“ die „Brandenburgische Fahne“, wenn sie auf dem Grundstück waren.
- Die Laubengebiete unterstanden früher der Försterei.
- 1947 und folgende Jahre kam Frau Dr. Schuster aus Baumschulenweg in Notsituationen, später konnte ich jeden praktischen Arzt in O’weide um Hilfe fragen; auch die beiden Polikliniken schickten u.a. Medikamente.
- Kolonie Freibad hieß früher: „Vorwärts“, vielleicht nach dem sehr schönen Ruderhaus benannt, das leider auch Bomben zum Opfer fiel; in der Gründerzeit um 1908/10 hatte die Kolonie den lustigen Namen : „Vergnügte Sandwüste“.
- Zu den Sommerfesten war ich natürlich auf jede Kolonie eingeladen.
- Die eigentliche ev. Gemeindestation im Laubengebiet mit Kindergarten entstand wohl erst 1934. Vorher wurden die Kranken von den „Stadtschwestern“ betreut.
- Die verlängerte Mentelinstraße hieß früher „Dieselweg“ und war ein Sandweg, der erst nach den „Neubauten“ 1958/59 gepflastert wurde (Rudolf Diesel, 1858 – 1913, dt. Ing.., erfand 1892 den Dieselmotor).
- Ehepaar M. erzählt heute noch mit Freude von Kurzbesuchen, die Schwester Liesbeth bei ihnen „zum Ausruhen“ gemacht hatte und vom Vorbeischauen beim Fährmann M., der gern auch mit Pfarrer Rasenberger dann ein Schwätzchen hielt.
- Viele Jahre aktiv als Sozial-Helferin war aus der „Kolonie Oberspree“ Ruth B., die auch zur Jungen Gemeinde gehörte.
- In den Sommermonaten erhielten wir früher viele Jahre vom Ehepaar Schw., KgA Wilhelmstrand, fast sonntäglich zwei wunderschöne Altarsträuße als Geschenk. 1984 zog Frau Käthe S. aus Salzwedel in die „Grüne Aue“, Sandweg. Sie kam bis kurz vor ihrem Tode 1997 bei Wind und Wetter, auch im Winter, zum Gottesdienst und zum Seniorenkreis. So gab und gibt es seit Jahrzehnten Verbindungen zwischen der ehemaligen „Laubengemeinde“ und der „großen Gemeinde“ im Ort. Laut Nachfragen in den Kirchenbüros gibt es heute in dem Laubengebiet neun katholische Bewohner, eine methodistische Familie und 21 evangelische Bewohner. Vielleicht sollten wir in Zukunft ab und an auch für die Bewohner im Laubengebiet beten. Zum Abschluss noch zwei heimatkundliche Informationen:

1. Die Wilhelmsträndler arbeiten seit Monaten intensiv an den Vorbereitungen zu ihrer 100-Jahr-Feier des Bestehens 2006. Möge alles bestens gelingen!

2. Vor wenigen Wochen im August wurde ein Teil des „Internationalen Friedens-Radwanderwegs Mailand-Kopenhagen“ eingeweiht. Er führt von der Fähre Am Wilhelmstrand bis zur Rummelsburger Straße (Weg 7) und wurde in monatelanger Arbeit mit vielen Einschränkungen und Behinderungen für die betroffenen Gartenbesitzer gebaut. Wir sind gespannt, wer ihn benutzen wird!

Waltraut Krause


Rückblick
  Zu Besuch bei Katharina und Martin
Es ist der 12. November, 17.07 Uhr. Wir sitzen im Regionalexpress 5 und fahren nach Berlin zurück. Ein wunderschöner Tag in Wittenberg liegt hinter uns. Wir sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden unserer Gemeinde. Unser Weg führte uns zunächst zur Luthereiche. Hier verbrannte Martin Luther im Dezember 1520 die Bannandrohungsbulle, in der Papst Leo X. seine Gedanken als Ketzerei bezeichnet hatte. Nachdem wir traditionelle mittelalterliche Kleider bekommen und die Jungen sich in Studenten und die Mädchen in Mägde verwandelt hatten, wurden wir durch das Lutherhaus geführt, besichtigten die 10-Gebote-Tafel von Lukas Cranach, die Lutherkanzel, den Ablaßkasten und die Wohnräume der Familie Luther. Zu den Mahlzeiten saßen manchmal 35 - 60 Personen am Tisch. Da hatte Katharina ganz schön zu tun! Anschließend formten wir die Lutherrose, das Siegel Martin Luthers, aus Ton. Nach einer kleinen Stärkung stiegen wir auf den Turm der Schloßkirche, immerhin 289 Stufen hoch!! Ein paar von uns wurden versehentlich vom Küster im Turm eingesperrt. Wirklich sehr aufregend!! Wir besichtigten die Schloßkirche und die Tür mit den berühmten 95 Thesen. Dann setzten wir uns noch einmal in ein Eiscafé, in der Nähe des Schlosses. Auf dem Rückweg zum Bahnhof fischte sich Basti unter dem Beifall der Vorbeigehenden ein 2-Euro-Stück aus dem Stadtgraben. Er ist jetzt ein richtig reicher Mann. Marvin, Katharina, Sebastian, Annette, Hanna, Gideon, Josephine.
Neueste Nachrichten von Kanzel und Orgel
Die Restauratorinnen haben den Plan verwerfen müssen, die übergestrichene Farbe an der Kanzel zu entfernen und die alte Bemalung zu erneuern. Was sie darunter fanden, war in der Qualität so schlecht, daß die lange Arbeit des Abtragens nicht gelohnt hätte. Nun werden also die alten Bilder und die Schrift auf die Übermalung gebracht. Mit Hilfe alter Photos, die Frau Krause zum Glück so gut aufgehoben hat, konnten die Bibelsprüche entziffert werden. Am 23. November werden unserer alten Orgel die ersten Töne entlockt. Die Orgelbauer entscheiden dann, wofür die noch vorhandenen Spendengelder eingesetzt werden müßten. Die Verschmutzung der Pfeifen durch den Umbau 2003/2004 ist groß. Ein neuer Motor mußte eingebaut werden, die Elektrik wurde erneuert.


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  Weihnachten ist überall
"Ich finde es wichtig, Menschen in einer Situation zu unterstützen, die ich selbst nicht erleben möchte und in der ich froh wäre, wenn jemand an mich denkt.“ Darum wird Christel Behrendt in diesem Jahr zum dritten Mal ein Weihnachtspaket für einen Gefangenen packen. Diese besondere Hilfsaktion gehört in einigen Kirchengemeinden Berlins inzwischen zum festen Bestandteil der Adventszeit. Dass die Beschenkten eine Haftstrafe verbüßen und ihre kargen Lebensumstände mit zu vertreten haben, hindert sie nicht. "Für mich ist Weihnachten ein ganz großes christliches Fest, ein Fest der Freude. Das möchte ich weiter vermitteln und hoffe, dass ich das Richtige gefunden habe und dass derjenige, der es bekommt, merkt, ich habe es gern gepackt, und sich freut.“ Jeder Gefangene kann nur zu bestimmten Anlässen ein Paket bekommen. Kennt er niemanden, der ihm ein Paket schickt, dann verstreicht die Gelegenheit. Für diese Gefangenen sucht Freiabonnements für Gefangene e.V. seit einigen Jahren Paketspenderinnen und -spender, Menschen, die an Weihnachten ein Lebens- und Genussmittelpaket an einen Fremden verschenken. Wenn auch Sie ein Paket verschenken möchten, dann können Sie wählen, ob Sie das Paket selbst packen und verschicken oder mit einer Geldspende (42 Euro für Inhalt, Verpackung und Porto) ein Paket vom Verein packen lassen.

Freiabonnements für Gefangene e.V.
Köpenicker Str. 175
10997 Berlin

Tel.: 030 - 611 21 89
eMail: freiabos@bln.de
www.freiabos.de

Zum Ausdrucken (Internet Explorer): Rechtsklick aufs Bild und "Bild drucken".


Offene Kirche
  Wir öffnen unsere Kirche
mittwochs & sonnabends
von 15:00 - 18:00 Uhr
für alle Interessierten.

Gespräche, Informationen über die Gemeinde und die Architektur der Kirche, einen kleinen Imbiss und wechselnde Ausstellungen - das alles halten wir für unsere Gäste bereit.



Kultur in der Christuskirche Oberschöneweide
  So 04.12. – 16:00 Uhr - Adventskonzert
Adventliches Chorkonzert
mit dem Chorensemble Köpenick unter Ltg. von Karl-Heinz Werner
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- €

Sa 10.12. – 17:00 Uhr - Chorkonzert
Adventskonzert
mit dem gemischten Chor Ernst Moritz Arndt Bln; Ltg. Heiko Jerke
Eintritt: 7,- €; Karten: Abendkasse oder unter 030 - 53 71 335

So 11.12. – 15:00 Uhr - Chorkonzert
Englische und Deutsche Weihnachtslieder
mit dem Engl. Chor der VHS Treptow-Köpenick; Ltg. Herr Florence
Eintritt frei - Kollekte erbeten

Sa 17.12. – 19:30 Uhr >musica sacra<
Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3)
von Johann Sebastian Bach mit Solisten, Orchester und dem Vocalensemble „Ad Libitum“ unter Leitung von Margarethe Gabriel
Eintritt: Kategorie A: 15,- € / ermäßigt 12,- €; Kategorie B: 10,- €
Vorverkauf: Kirchenbüro, Telefon 030 - 535 31 55

Sa 24.12. – 22:30 Uhr - Gospel zur Heiligen Nacht
Swingende Weihnachten
Swing, Gospel und Popsongs mit dem Jugendchor >CANTANDO< - Instrumentalisten und Solisten unter Ltg. von Margarethe Gabriel
Eintritt frei - Kollekte erbeten

So 08.01.2006 – 16:00 Uhr - Chorkonzert
Neujahrskonzert
mit dem Chorensemble Köpenick unter Ltg. von Karl-Heinz Werner
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- €

So 29.01.2006 – 17:00 Uhr - Chorkonzert
Jugendkantorei Johannisthal
unter Leitung von Martin Fehlandt
Eintritt frei – Kollekte erbeten

30.11. - 16.01.2006 - Ausstellung
Landschaftsimpressionen von Wolf U. Friedrich,
Gemälde in Aquarell, Öl und Softpastell


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Kontakt und Impressum
  Gemeindebüro
12459 Berlin-Oberschöneweide, Firlstraße 16
Christiane Matis Di 15.00 - 18.00 Uhr, Do 09.00 - 13.00 Uhr
Tel.: 030 - 535 31 55 Fax: 030 - 535 35 36
eMail: gemeinde@ev-kirche-oberschoeneweide.de
www.ev-kirche-oberschoeneweide.de

Pfarrerinnen/Pfarrer
Pfn. Annette Schwer Tel.: 030 - 305 45 43
Pfn. Gerda Nitschke Tel.: 030 - 671 47 37
Pf. Werner Alze Tel.: 030 - 56 29 23 47
eMail: werner.alze@web.de

Kantor
Martin Fehlandt Tel.: 030 - 636 60 12

Katechetin
Ingard Seeger Tel.: 030 - 636 99 28

Kindertagesstätte
12459 Berlin, Firlstraße 16 A
Leiterin Marlies Benedix Mo - Fr 06.30 - 17.00 Uhr
Tel.: 030 - 535 30 15

Kirchgeld, Spenden
Wir bitten Sie, Spenden oder Kirchgeld für unsere Gemeinde
auf das Konto der Ev. Darlehensgenossenschaft einzuzahlen:
BLZ 100 602 37 Konto-Nr.: 160520
Bitte geben Sie als Empfänger "KVA Berlin-Südost" und
als Spendenzweck "Oberschöneweide" an.

Impressum
Der Gemeindebrief wird herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Christuskirche. Das Redaktionsteam besteht aus Rainer Noak und Ekkehart Kühne. Das Redaktionsteam ist zu erreichen per E-Mail: r.noak@gmx.de oder ekke@ekke.info, sowie telefonisch über das Gemeindebüro. Redaktionsschluss ist jeweils der 10. des Vormonats. Für die Inhalte der Artikel zeichnen die Autoren verantwortlich! Die Auflage beträgt 600 Stück.



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